10 bemerkenswerte Flops der zivilen Luftfahrt Saab 2000 1992 Die mit grossen Hoffnungen auf den Markt gebrachte Turboprop Saab 2000 wird nicht flügge: sie ist zu teuer - und der Markt verlangt auch bei kleinen Flugzeugen den Jetantrieb. Nach 60 verkauften Exemplaren muss Saab die Produktion stoppen und sein komplettes ziviles Flugzeugprogramm beenden. mehr... Dornier Do-328 1991
Der “Mercedes
unter den Regionalflugzeugen” mit Turboprop-Antrieb verkauft
sich nicht: er ist zu teuer - und die Airlines bevorzugen
Jets. Nach dem Flop fällt Dornier dem Gross- reinemachen
von Muttergesellschaft Daimler zum Opfer und wird an die (kleinere)
amerikanische Fairchild verkauft.
mehr...
McDonnell Douglas MD 11 1990 Das dreistrahlige Langstreckenflugzeug erfüllt nicht die Erwartungen: Gegenüber den modernen Boeing 777 und Airbus A 340 ist der auf der alten DC-10 basierende MD-Entwurf out-dated. Nur 200 Bestellungen gehen ein. Nach der Übernahme durch Boeing wird das Programm eingestellt. mehr... Dassault Mercure 1974 Ein aberwitzig geringer Aktionsradius von nur 750 Kilometern bei voller Nutzlast lassen das französische Projekt eines zweistrahligen Kurzstreckenjets scheitern. Statt der geplanten 375 werden nur 10 Flugzeuge verkauft. Dassault verzichtet auf weitere Ausflüge in die Zivilluftfahrt. Lockheed L-1011 Tristar 1970 Das Grossraumflugzeug “Tristar” wird zum Schwanengesang: Trotz der unbestrittenen Qualitäten des dreistrahligen Jets kann Lockheed nur 250 Maschinen verkaufen und schließt daraufhin seine Sparte für zivile Luftfahrt. mehr... Concorde 1969 Technisch wegweisend und eine hoch elegante Erscheinung wird das europäische Überschallflugzeug dennoch zu einem grossen wirtschaftlichen Misserfolg: Wegen des Lärms und des Überschallknalls erhält die Concorde kaum Überflug- und Landerechte. Nur 16 Exemplare werden gebaut. mehr... Tupolew Tu-144 1968 Selbst das Schicksal als Postflugzeug ist dem Überschalljet sowjetischer Bauart nicht erspart geblieben. Das ehrgeizige Projekt wird wegen technischer Mängel nach nur 102 Starts aus dem Passagierdienst zurückgezogen. mehr... Vickers VC 10 1962 Völlig unwirtschaftliche Betriebskosten verhindern den Erfolg der vierstrahligen Vickers VC 10. Nach nur 55 Exemplaren wird die Produktion des letzten Vickers Flugzeugs beendet. Der Hersteller flüchtet sich in eine Fusion, die zur - später staatlich alimentierten - British Aerospace führt. mehr... Convair CV 880 / 990 “Coronado” 1959 Mit der Coronado misslingt Convair der Einstieg in den Markt der Strahlflugzeuge vollständig: Die CV 880 / 990 ist zwar schnell, bietet aber zu wenig Passagier-Kapazität. Nach nur 138 Flugzeugen muss Convair die Produktion stoppen und sich vollständig aus der zivilen Luftfahrt verabschieden. mehr... DeHavilland Comet 1949 Das welterste zivile Strahlflugzeug und der Stolz der britischen Flugingenieure erweist sich als nicht ausgereift. Nachdem zwei Jets in der Luft zerplatzen, verliert DeHavilland seinen guten Ruf, seine wirtschaftliche Selbständigkeit und seinen konstruktiven Vorsprung gegenüber dem US- Wettbewerber Boeing. mehr... Anmerkungen: Die zivile Luftfahrt ist an Flops wahrlich nicht arm. Das verdeutlicht nur noch einmal, mit welchen erheblichen Risiken diese Branche zu kämpfen hat. In diese Liste der Fehlschläge wurden Projekte aufgenommen, die die herstellenden Unternehmen ihre Selbständigkeit gekostet oder sogar zur Aufgabe ihrer Aktivitäten gezwungen haben. Weitere Vorschläge zu dieser Liste der geplatzen Hoffnungen sind herzlich willkommen. (E-Mail an den Autor). Zur Wahl stehen u.a. noch folgende Mißerfolge: VFW Fokker 614 1971 Das zweistrahlige Kurzstreckenflugzeug ist seiner Zeit offenbar zu weit voraus: der erste Regionaljet für bis zu 44 Passagiere kann nur 13 zivilen Aufträge gewinnen. Hawker Siddeley Trident 1962 Das dreistrahlige Kurzstreckenflugzeug ist ganz auf den Bedarf der britischen Fluglinie BEA abgestimmt. So bleiben Exporterfolge aus. Nur 117 Tridents werden verkauft. mehr... VEB FWD “Baade” 152 1958 Die VEB Flugzeugwerke Dresden entwickeln den zweistrahligen Kurzstreckenjet “152”. Mangelnde Absatzchancen in Osteuropa führen zum Abbruch der Serienproduktion, nachdem drei Prototypen fertig gestellt sind. Lockheed L-188 Electra 1957 Der viermotorigen Turbopropmaschine fehlt im beginnenden Jetzeitalter die anhaltende Nachfrage. Nach 170 Exemplaren muss Lockheed die Produktion einstellen. mehr... Bristol Britannia 1952 Die langstreckentaugliche Turboprop-Maschine gilt als “flüsternder Riese”. Dennoch bleibt ihr im aufkommenden Jetzeitalter der Erfolg versagt. Nach 60 Exemplaren ist Schluss mit der Britannia und Bristol muss fusionieren. Bristol Brabazon 1949 Das britische Prestigeobjekt für ein 54 Meter langes Passagierflugzeug, das den Atlantik queren soll, scheitert grandios: Wegen Konstruktions-Mängeln darf den zwei Prototypen keine Serienprodution folgen. (zuletzt bearbeitet am 20. März 2001) |