Junkers Ju 52 Den Spitznamen “Tante” hat sie weg, weil sie so gutmütig zu fliegen ist: die Junkers Ju 52 gehört zu den Persönlichkeiten am Luftfahrt-Himmel. Häufig anzutreffen war sie zudem: bis zum zweiten Weltkrieg wurden rund 400 zivile Ju 52 verkauft; insgesamt wurden 4835 Maschinen gebaut. Damit ist die “Tante Ju” zweifelsfrei das erfolgreichste Junkers Modell überhaupt. Ihre charakteristische Wellblech- beplankung verschaffte dem gesamten Flugzeug Stabilität und Steifheit. In jenen Jahren war das geformte Blech so zum Markenzeichen von Junkers geworden. Junkers hatte die Ju 52 zunächst einmotorig als Frachtflugzeug entwickelt. In dieser Konfiguration flog die Ju 52 das erste mal am 3. September 1930. Da die Nachfrage nach dem Frachtmodell aber sehr dünn blieb, entwicklete Junkers die Ju 52 zum dreimotrigen Passagierflugzeug weiter - mit durchschlagendem Erfolg. Die dreimotorige Ju 52 leistete am 7. März 1932 ihren Erstflug. Sie bot 15 bis 17 Passagieren Platz und wurde zum Standard-Verkehrsflugzeug in den 30er Jahren. In Vergleichstests der Luft-Hansa erwies sich die Ju 52 gegenüber der Dornier Do K und der Fokker F XII als das weitaus leistungsfähigere Flugzeug. So wurde die Junkers zum Rückgrat der Luft-Hansa Flotte. Gegen Ende der 30er Jahre waren bereits 230 Ju 52 bei der Luft-Hansa registriert. Die Ju 52 wurde darüber hinaus nach Skandinavien, Südamerika, Südafrika, nach Ost- und Südeuropa und selbst nach Großbritannien verkauft. Ab 1939 hatte die Ju 52 auch noch einen Einsatz an allen Fronten des Weltkriegs zu leisten. Als Bomber wenig geeignet, wurde sie zum Standard-Truppentransporter der Achsenmächte. In den Nachkriegsjahren wurden die Ju 52 dann wieder zur Erstaustattung mehrerer europäischer Fluglinien, die die ausgemusterten Militär-Varianten wieder für den Zivileinsatz herrichteten. (zuletzt bearbeitet am 4. Januar 2000) |