Junkers war ein Pionier des Metallflugzeugs. 1919 rollte die F13 aus dem Hangar und wies als erstes Ganzmetall-Verkehrsflug der gesamten Industrie für mehr als ein Jahrzehnt den Weg. Die Ju52, sicherlich das bekannteste Produkt dieses Herstellers, vereinte dann schließlich die gesamten Erfahrung des Metall-Flugzeugbaus aus Dessau. Hugo Junkers war die treibende Kraft hinter dem Unternehmen. Er war ein visionärer Ingenieur, der nicht nur als einer der ersten die Bedeutung des Metalls für den Flugzeugbau erkannte, sondern auch der Vision des Nurflügel-Flugzeugs nachging. In den zwanziger Jahren hatte eine Tochtergesellschaft der Junkers Werke, die Junkers Luftverkehrs AG, einen regen Luftverkehrsdienst aufgebaut. 1926 wurde diese Einheit mit der Aero-Lloyd zur Deutschen Luft Hansa AG zusammengeschlossen. Aus politischen Gründen wurde Hugo Junkers 1933 faktisch enteignet; er starb zwei Jahre drauf. Nach den Wirren des zweiten Weltkriegs konnte sich sein Unternehmen nicht mehr zu seiner alten Pionierrolle aufschwingen. Junkers ist in den späten 60er Jahren in der Messerschmitt-Bölkow-Blohm aufgegangen. (zuletzt bearbeitet im Juni 1999 / L020100) |