One-Eleven Die One-Eleven trat ein schweres Erbe an: sie war als der mit Strahlturbinen ausgerüstete Nachfolger gedacht, der die Vickers Viscount zu ersetzen hatte. Piloten und Passagiere waren von der One-Eleven begeistert und sie entwickelte zweifellos auch Charisma. Dennoch hatte sie einen schweren Stand. Das hing nicht zuletzt auch damit zusammen, daß Boeing mit seiner 737 ein noch erfolgreicheres Wettbewerbsmodell gegen die One-Eleven in Stellung gebracht hatte. Bis zur One-Eleven war es ein längerer - und etwas verwickelter Weg. Die Hunting Percival Aircraft hatte schon 1956 mit dem Projekt H-107 begonnen. Nach Beitritt von Hunting zur BAC wurde das Thema weitergeführt und erweitert. So entstand im Februar 1960 das Projekt 111 (One Eleven). Der Prototyp startete 1963. Zwei Jahr später wurde die erste Maschine in Dienst gestellt. Die ersten Ausführungen boten 89, die späteren (ab 1968) bis zu 119 Passagieren Platz. Die One-Eleven war zunächst gerade auch in den Vereinigten Staaten ein ganz beachtlicher Verkaufserfolg. Die zweite Order des neuen Typs kam von Braniff International und noch vor Erstflug hatten drei amerikanische Gesellschaften die neue Maschine gestellt. Die meisten One-Eleven - eine Flotte von zeitweise 30 Maschinen - waren dann bei American Airlines im Einsatz. Durch den wachsenden Wettbewerb aber konnte die angepeilten Absatzzahlen für die Staaten nicht erreicht werden. Insgesamt wurden 230 One-Eleven verkauft. (zuletzt bearbeitet im Juni 1999 / L 080100) |